Ein Ausflug nach Staufen.

Ein Ausflug nach Staufen.

Ein Ausflug nach Staufen.

Zwischen Genuss und Giftprobe und wo einst die Ritter hausten.

Ich bin immer sehr gerne in dem kleinen Faust – Städtchen. Alte verschlungenen Gassen, interessante Hinterhöfe, kleine Geschäfte und hübsche Cafés.

Dieses Mal haben wir statt einem Stadtbummel einen kleinen Abstecher auf die Burgruine über der Stadt gemacht. Dort drohnt in exponierter Lage auf einem 375 m ü. NHN hohen Hügel im Norden der Stadt die Burgruine und der Faust-Keller ist auch gleich um die Ecke. Denn, berühmtester Einwohner Staufens war Goethes -Johann Georg Faust, jener sagenumwobene Alchimist und Magier. 

 So vielseitig ist es rings um uns und einzigartig mit 1000 Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. So kannst du in nur 20 Minuten von Neuenweg die Berge hinab ins Rebenland einen Ausflug machen und neben lädele gehen den Trauben beim wachsen zuschauen, auf eine Zeitreise mit spannenden Geschichten gehen und darfst dir natürlich die Köstlichkeiten des Markgräfler Landes nicht entgehen lassen, nicht zu vergessen einen Besuch bei der Schladerer Schnapsbrennerei und dem Weinbrunnen.

 

 

Mit @lokal.denkmal kannst du Staufen erlaufen und wirst gezielt zu den spannenden und interessanten Orten geführt. Mehr Infos und über die Infobox findest du dort auf der Website

Viel Spass bei deiner Entdeckungstour in unserer schönen #heimat

 

 

Eintritt und Besuch der Ruine ist kostenfrei. Der Aufstieg ist einfach und gut zu schaffen. Die solltest beim Abstieg den Weg Richtung Burggarten hintenherum wählen. Es warten verwunschene Efeuwälder auf dich und ein schöner Blick in Richtung Freiburg.
Wenn du dann noch mehr Lust zum laufen hast,  geht es von dort auch gleich weiter um Staufener Obstbaumpfad. Oder du setzt dich auf ein schönes Bänkchen und schaust den Trauben beim wachsen zu.

Junisonne und Kräuterwiesen im Südschwarzwald

Junisonne und Kräuterwiesen im Südschwarzwald

Junisonne und Kräuterwiesen im Südschwarzwald

 (Der Beitrag enthält Werbung)

Du verdienst es, dich gut zu fühlen. 🙂

Schon als kleines Kind, wenn ich in der Wiese lag, dabei die vorbeiziehenden Wolken am Himmel beobachtete und mir der Wind den frischen, würzigen Geruch der unzähligen Wiesenpflanzen um die Nase wehte, hatte ich schon damals das Gefühl, dass die Welt in einem solchen Augenblick still steht.
Ich glaube, wenn wir uns erlauben, langsam genug zu werden, um zuzuhören, was wir wirklich brauchen und uns guttut, können wir viel produktiver und wertvoller unser Leben gestalten. Vielleicht merken wir das wir langersehnte Träume längst ausgeträumt haben und längst neues auf uns wartet.
Vieles ist doch gerade in den letzten Wochen unerfüllt geblieben, mussten wir aufgeben und zurückstellen. Ich habe mich dennoch konsequent dazu entschieden zu genießen und mich auf die veränderte Situation und das was sie mit sich gebracht hat einzulassen.

Das erfordert unglaublich viel Kreativität und es ist ein ständiger Kampf mit der Eigenmotivation. Aber es klappt. Irgendwie gelang es mir schon immer, mich jeden Tag über etwas zu freuen. Ich kann einfach nicht lange traurig oder griesgrämig sein und ich mag es auch gar nicht.

Zugegebenermaßen, erfordert das natürlich gerade ein hohes Maß an Courage, zum einen, zur eigenen Unsicherheit, Traurigkeit, Einsamkeit oder den Existenzängsten zu stehen – für die jeder in dieser – hoffentlich einmaligen Zeit – großes Verständnis hat und fast jeden ein wenig berührt.
Auch wenn es mich wieder kitzelt, finde ich doch im nächsten Moment wieder irgendetwas schön und habe den Trübsal vergessen. Das heißt nicht das ich sorglos durch die Welt wandere und es mich nicht zutiefst berührt, dass es vielleicht geraden so vielen Menschen schlecht geht. Aber vielleicht kann das ein oder andere Bild und Gedanke aus meinem Leben ein Geschenk sein, falls jemand gerade unmotiviert oder träge ist.

Ich hatte im übrigen noch nie soviel Zeit und Muse mich mit meinem Garten zu beschäftigen und ich bin begeistert was ich da so alles zum Wachsen bringe und habe zudem oberhalb von unserem Haus die schönen Wiesen mit den hohen Gräsern und Kräutern neu entdeckt.
Statt mich also durch die toskanische Küche zu schlemmen, was wir sonst um diese Jahreszeit so tun, habe ich für unsere Abendkarte im Chalet und Apartment frische Sommersalate mit Wildkräutertoppings kreiert und pflücke nebenbei unterwegs schöne Gräser und Farne für eine tolle Deko zu Hause. Passt aktuell super zum angesagten Boho Style.
Die Kraft der Pflanzen nutzen heute mittlerweile auch sehr viele Kosmetikhersteller, insbesondere junge, neue Labels starten ganz natürlich mit Aloe Vera, Shea Butter und Sonnenblume in Sonnenschutzprodukten. Aber auch in der Hautpflege kommen Inhaltsstoffe wie Wildrose, Thymian, Immortelle und Hibiskus zum Einsatz.

Aroma for free

Als ich vor Kurzem wieder auf unseren Wiesen unterwegs war, habe ich mittendrin ein großes Feld Thymian – ein Meer voll herrlichstem Aroma for free. Die französische Küche nennt ihn übrigens das „Herz der raffinierten Küche und in der Renaissance verwendeten sie Thymian als reiz förderndes Mittel…
Ich liebe solche einfachen Dinge und die Einfachheit der Zubereitung von Käse, Gemüse und Getreiden mit feinen und frischen Kräutern.

Die Berliner Kosemtikrebellen i+m setzt die Düfte und Inhaltsstoffe der Natur sehr gezielt ein, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen und sind mit Ihrem Konzept nicht nur Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, sondern auch wahrhafte Pflanzenkraftauskenner.

 

Die Seren & Spezialpflege setzen alle auf eine leichte Konsistenz und ermöglichen ein tiefes und schnelles Eindringen in die Haut, auch bei der Sonnenmilch.
Ich find es nämlich extrem unangenehm, wenn Cremes sich nur mit einem halben Kraftakt einmassieren lassen und man hinterher die halbe Wiese am Popo kleben hat.

Der feine und unaufdringliche Duft passt perfekt zum frischen Sommergefühl und scheint auch die kleinen Blutsauger im Sommer nicht anzuziehen. Oft wird man ja geradezu böswillig attackiert, wenn man gerade frisch geduscht und parfümiert aus der Dusche kommt.
Die Düfte setzen daher bewusst auf natürliche ätherischen Öle wie Jasmin und Rose und verschaffen ein angenehmes Gefühl. Vor allem wirken sie sich beruhigend aus. Das ist nach einem ausgedehnten Sonnenbad sehr wichtig und die Haut braucht gerade dann einfach einen richtigen Feuchtigkeitskick.

By the way: alle Seren, Lotions und Öle von i+m v keine Paraffine, Silikone oder Mineralöle, sind aus fair gehandelten Rohstoffen ohne jegliche Tierversuche. Ein Teil des Gewinns wird weltweit für Hilfsprojekte eingesetzt.

Infos und Tipps

 

Das Hydro Perform Hyaluron Serum solltet ihr euch unabhängig davon jedem Abend nach der Hautreinigung gönnen. Eure Haut nimmt das enthaltene Hyalurondamit besonders gut auf, und die Aloe Vera mindert Trockenheitsfältchen nach dem Sonnenbaden.

Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit und diese Kraft ist grün.

Hildegard von Bingen

 

 

Alkoholfreier Gin-Genuss

Alkoholfreier Gin-Genuss

Ein unverplanter Sommerabend im Schwarzwald

(Der Beitrag enthält Werbung)

Alle ToDo’s erledigt, keine Verabredung und kein Termin. Das ist doch eigentlich ganz herrlich, oder? Besonders, wenn das Wetter zu schön ist, um sich mit Netflix oder dem daily Abendkrimi unter der Bettdecke zu vergraben. Ein freier Abend also. Ich hatte Lust einfach auf ein wenig frische Luft und irgendwo draußen die letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen. Aus dieser Idee wurde ein richtig stimmungsvoller Abend mit einem kleinen Picknick auf der Wiese und unseren leckeren Kirschen aus dem Garten.

Ich bin ja ein ziemlich verplanter Mensch und irgendwie schaffe ich es ständig  irgendwas zu tun oder etwas zum tun zu finden. Kommt dir das bekannt vor? Oder bist du eher die relaxte Sorte Mensch? Na ja egal, mich zwirbelt jedenfalls ständig etwas umher. Jochen sitzt derweil irgendwo  gemütlich und schaut dem Treiben gerne zu. Darum hab ich ihn heute einfach mal geschnappt und mein Lockstoff war ein gut gefüllter Picknickkorb mit einer Flasche Gin Wonderleaf – alkoholfrei – natürlich, sonst lägen wir wahrscheinlich jetzt noch im Gras …

Unser kleiner Spaziergang führte uns unterhalb der Schanzanlage- Sternenschanze – über die Jungviehweiden. Vorbei an duftendem Thymian und herrlichen Wildkräutern auf der Wiese. Im Herbst sind wir oft mit den Kindern hier oben, weil das eine gute Stelle für das Drachensteigen ist. Es ist kaum weit entfernt von unserem Haus, vielleicht 20 Minuten zu Fuss…? Eigentlich ein kleiner Spaziergang, aber es geht ja, um das schöne Plätzchen zu genießen. Frei, an der frischen Luft und außer den Grillen, die am Abend zirpen, gibt es keine Geräusche.

 

Die  kleinen Dinge….

Vielleicht braucht es manchmal gar nicht mehr? Vor einiger Zeit hatten wir alle das Gefühl auf unendlich vieles in unserem Alltag verzichten zu müssen. Auf das Reisen, Essen gehen, in der Lieblingskneipe Freunde treffen… uvm. Diese Zeit hat uns erfinderisch gemacht uns auf viele neue Ideen mit sich gebracht und uns auch manchmal viel  frei-verfügbare Zeit geschenkt. Wir haben einiges für uns hier nicht so schlimm erlebt, außer das uns unsere Gäste, IHR, sehr gefehlt haben. Wir waren oft glücklich, einfach in Ruhe die aufregenden Tage während Corona ausklingen zu lassen. Es war oftmals schönes Wetter, wir haben viel im Garten und an den Häusern gearbeitet und natürlich gewartet, was passiert.

Auch heute sitzen wir einfach mal wieder draussen und lassen den Abend ausklingen, so einfach. Unsere Region mitten im Biosphärengebiet ist so unendlich groß und vielfältig und hier am Fuße des Belchen (1414 m) einfach atemberaubend schön. Wer etwas Ruhe sucht, kommt gerne hier zu uns. In der Regel gibt es auch bei schönem Wetter und wenn viele Wanderer unterwegs sind, tolle Plätze die man ganz für sich alleine erobern kann. >> Extratipp: unter der Woche ist es am schönsten!

Der laue Sommerabend in Kombination mit der pfirsichfarbenen Sonnenuntergangsstimmung und dem edlen Drink auf der duftenden Wiese, entlassen uns glücklich nach Hause. Man muss die Schönheit nur in den kleinen Dingen suchen.Sie liegen so nah, um die Ecke, und manchmal versteckt im kleinsten Detail.

 

 

Alkoholfreier Genuss

>> mit 18 Botanicals destiliert und rein vegan

Asian Cherry mein Favorit

5 cl  Wonderleaf

5 cl Thomas Henry Cherry Blossom

5 cl Jasmin Tee (kalt)

 

#wonderleaf #siegfriedgin #nonalcoholic #alkoholfrei #alkoholfreiecocktails #vegan #bylmeetswonderleaf @siegfriedgin @brandsyoulove.de

 

 

 

Gin Gin! And a lot’s of Ginspirtations @Lieblingsort.
Nadine

Ausflug zu den Vogtsbauernhöfen

Ausflug zu den Vogtsbauernhöfen

#Heimat
Smalltalk über Zeit und Vergänglichkeit

(Enthält Werbung aufgrund unbezahlter Markennennung)

Wie hieß das noch gleich, das was vergänglich ist…? Genau, es ist die Zeit. Angekommen im Effringer Schlössle berichtet Hartwig auf dem Dachboden über Leben und Vergangenheit des Hauses aus ihrem schönen Bilderrahmen heraus und erweckt so manch eigene Gedanken.

Ich entführe euch heute zu einem Ausflug auf den Vogtsbauernhof in Gutach.

Mit unserem Besuch im Freilichtmuseum sind wir dieses Mal sogar schon das zweite Mal in Gutach. Da wir unsere Ferien im Sommer natürlich im Schwarzwald verbringen, planen wir jede Woche mit den Kindern etwas Schönes, das uns gemeinsam Spaß macht.  Da gehört das Freilichtmuseum als Highlight auf jeden Fall mit dazu. Es gibt meist soviel zu unternehmen, das wir alles was wir uns vornehmen in einem Sommer gar nicht schaffen können. Das sparen wir uns dann eben für die nächsten Ferien auf.

Wann endet die Vergangenheit? Wann beginnt die Zukunft? Immer nur in diesem Augenblick!

Eigentlich braucht man nicht in ein Museum zu fahren, um den Schwarzwald zu entdecken. Denn wenn man hier mit offenen Augen durch die Landschaft fährt, trifft man an jeder Ecke auf ein Stück Geschichte und das Leben der Menschen im Schwarzwald. Trotzdem ist es etwas Besonderes, wenn man einmal 100%-ig konzentriert in diese Welt eintauchen kann. Man kann ja schließlich nicht einfach am Straßenrand aussteigen und in die Häuser hineinstiefeln. Hier und da gibt es solche Häuser, die jemand zum Zwecke des Erhalts für eine Besichtigung freigegeben hat, aber es ist eher selten. Mein Tipp, eines davon steht gerade mal 10 Minuten von Neuenweg entfernt in Wembach, vor Schönau. Direkt an der Straße auf der linken Seite. >> Bauernmuseum Segerhof

Für die Kinder ist es wie ein riesengroßer Bauernhofspielplatz, auf dem Sie ungezwungen herumtollen dürfen. Das meiste was man dort sieht , ist auch noch wirklich zum anfassen und es hat natürlich viele Tiere und einige spannende Vorführungen, wie z.B. zuschauen, wie Mehl mit einem alten Mühlrad gemahlen wird. Insgesamt ein Ort, an dem man das Gefühl hat, hier ist die Welt einfach noch in Ordnung. Ein bisschen ist die Zeit stehen geblieben und man selbst vergisst auch völlig dabei auf die Uhr zu schauen.

Knarrende Dielen und der Duft der Vergangenheit

Wenn ich in Gutach durch die Häuser laufe und die Augen schließe, um den Duft des alten Holzes zu riechen, das knarren der alten Bohlen unter mir spüre und das Leben erahne das hier stattgefunden hat, dann finde ich das schon etwas Besonders. Hier kann man die Geschichte und das Leben im Schwarzwald mit den schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen tatsächlich nachempfinden. Man lernt etwas über die Arbeit im Wald, der Köhler, kann schauen, wie ein Mühlrad das Getreide zu feinem Mehl mahlt oder setzt sich einfach mal in den gemütlichen Stuben an den Tisch und überlegt, wie es wohl damals war, wenn sich drei Generationen zu den Mahlzeiten hier versammelt haben. Aber nicht nur dieser Teil ist ungemein spannend, sondern auch eigene Kindheitserinnerungen werden wieder zum Leben erweckt, z.B. wenn man an alten Filmpostern vom Schwarzwaldmädel vorbeiläuft oder in manchen Häusern Relikte aus den 70ern und 80ern wiedererkennt. Das alles kann man in Ruhe anschauen und gemeinsam genießen. Wenn es den Kindern mal zu viel wird, können Sie einfach zum nächsten Stall laufen und Schafe, Ziegen, Pferde oder den hübschen Gockel bewundern. Unseren Museumstag lassen wir dann gemütlich beim Bistro am Falknerhof ausklingen und kaufen noch ein bisschen Heimat-Lektüre für die Heimfahrt. Wilma, der Schwarzwaldwurm und Das Kalte Herz als Kinderbuch. Die Kinder sind happy, während sie auf der Rückfahrt gemütlich in den Büchern schmökern und ich lasse meinen Blick nochmal nach draußen schweifen.

Mit offnen Augen durch die Landschaft fahren

Ich schaue jetzt viel bewusster aus dem Fenster und erkenne viele Elemente und Details, die ich gerade gesehen habe wieder. Vielleicht ist es genau das, was mich im Schwarzwald in den Bann gezogen hat, dieser unsägliche Frieden und diese Ruhe die, die Landschaft ausstrahlt. Ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme, trotz der rauen Seiten, die manchmal das Wetter hier mit sich bringt. Ich habe immer wieder das Gefühl, hier bekomme ich Zeit geschenkt, statt das Sie zerrinnt. Oder ist es das Gefühl der Vergänglichkeit, die jeden einzelnen Augenblick einzigartig macht? Wenn du einen Film fünfmal anschaust, wird es auch jedes Mal anders sein, weil die Zeit jedes Mal eine andere ist. Es ist nicht das selbe und jedesmal wieder aufs Neue schön…

Ein paar wunderschöne Gedanken und ein wunderschönes Gefühl, mit dem ich zu Hause auf meiner Terrasse den Tag ausklingen lassen kann.

Denn wir sind jetzt das, was wir sind, weil alles so gekommen ist, wie es ist.
Meiyo Pedro Perez Vargas

Heimat-liebste Grüße
Nadine
„Narri Narro“ die Fastnacht macht alle froh – Buurefastnacht im Schwarzwald

„Narri Narro“ die Fastnacht macht alle froh – Buurefastnacht im Schwarzwald

„Narri Narro“ die Fastnacht macht uns alle froh

– Buurefastnacht im Belchendorf

Da ich ja in den Tiefen meines Herzens nicht gerade der geborene Narr bin aber hier in einer Region lebe, in der dieser Brauch äußerst intensiv, traditionell und sehr urwüchsig zelebriert wird, habe ich mir die Mühe gemacht und bin dieser Sache mal nachgegangen. Ursprünglich wurde die Fasnacht als Siegesfeier der alten Germanen im ewigen Kampf um Sicherung und Wahrung des Lebens ausgetragen. Der Zeitpunkt dieses feierlichen Aktes wurde bedingt durch die Sonne, die aus der engen Hälfte des Winters heraustritt und als befreite Königin strahlend ihren sommerlichen Lauf beginnt. Damit hat die Fastnacht eigentlich mal so gar nichts mit dem kirchlichen Fastengebot zu tun. Viele Kinderspiele und Lieder, die wir heute noch kennen, stammen von dieser Zeit, wie z.B. das Frühjahrsspielchen von der Jungfrau mit den goldenen Haaren, welche später zum Brautlauf geführt wird. Oder auch das uralte Spiel von Himmel und Hölle. Kennst du noch mehr solcher Spiele? Erst als die Kirche ins Spiel kam, wurde der Zeitraum und der Zeitpunkt der Fastnacht genau bestimmt und an die von ihr eingeführten Fastenzeit gebunden.

Fastnacht – Burrefastnacht oder Karneval?

Als Pfälzerin kenne ich die Fastnacht auch als Karneval. Ist das jetzt das Gleiche oder etwas anderes? Auch hierzu habe ich eine Antwort gefunden. Das Wort Karneval ist lateinischen Ursprungs und hat wiederum einen uralten germanischen Brauch als Wurzel. „Carrus navalis“ ist ein auf Räder gesetztes Schiff, welches in früheren Tagen von lärmenden Menschen durch die Straßen gezogen wurde, und den Sieg des neuen Lebens verkündete. Fröhlichkeit und Lebenslust und überquellende Daseinsfreude – das ist der Sinn der fröhlichen Fasnacht.   Aha, jetzt gibt es aber die Muffels, wie mich, die eigentlich froh sind, wenn das alles vorbei ist. Solche wie mich, die mit großen und entsetzten Augen den torkelnden und lärmenden Massen hinterhergucken und sich manchmal fragen, was das eigentlich soll. Ich habe aber nun mal zwei kleine Kinder und die sind megascharf auf die Umzüge, das Bonbons einheimsen und Konfettischlachten veranstalten. Wenn genau dieser Trubel bei uns im Belchendorf beginnt, ist es die Zeit der „BUUREFASTNACHT“ und ich bin ebenfalls fällig. Da hilft auch leider kein vermeintlicher Migräneanfall, oder eine große Decke unter der man sich verstecken könnte. Zwei Tage befindet sich unser kleines 400 Seelndörfchen Neuenweg in Ausnahmezustand. Man glaubt es kaum. Autos und Busse rollen ein, Maskengruppen und „Hästräger“, Musiken und Gugge-Bands heizen die Stimmung an und es lärmt bis früh am Morgen die Musik durchs Dorf.

Die „Alte Fastnacht“

Wikipedia schreibt hierzu: „Die Alte Fastnacht – auch Bauernfastnacht oder alemannisch Buurefasnacht – ist ein regionaler Fastnachtstermin, bei dem die Fastnacht erst am Sonntag nach Aschermittwoch, dem Funkensonntag endet.„ Die Terminabweichung wird mit der Einführung des gregorianischen Kalenders erklärt. Jedoch ist die alte Fastnacht ein Überbleibsel des ursprünglichen Beginns der Fastenzeit. „Das neue, frühere Anfangsdatum wurde auf der Synode von Benevent 1091 vorverlegt, weil man die Sonntage aus dem Fastengebot herausgenommen hatte und die nun fehlenden Tage vor dem bisherigen Beginn anfügen musste, um wieder auf 40 Tage zu kommen. „(Wikipedia) Auch hier in Neuenweg, wird dann eine Woche nach der Buurefastnacht das Funkenfeuer eröffnet, bzw. das „Schiibefüür“ und vom Schlossboden aus die „Schiibe“ mit ihren Funken ins Dorf hinab geschlagen. Ich schau mir das alles immer wieder gerne an und wenn ich die Bilder der doch bizarren Masken anschaue, gebe ich auch gerne zu, das ich alle Achtung vor den Trägern habe, die wochenlang in der Kälte an all den Umzügen in der Region, immer und immer wieder die Menschen amüsieren. Achtung!!! – Habe ich hier auch schon die Pflege und dem Erhalt der Tradition und meine Bewunderung für die alten Maskengruppen, die noch handgemachte und holzgeschnitzte Gesichter tragen erwähnt? Eine dieser Maskenträger sind die Köhlergeister aus Neuenweg.

Der Köhler im Schwarzwald und die Köhlergeister Neuenweg

Der Köhler hat im Schwarzwald eine lange und alte Tradition. Ein Hügel am Ortsrand wurde dem Köhlerhandwerk, mit dem Namen „Köhlgarten“ gewidmet und es gab hierzulande in den Tiefen des Schwarzwaldes viele Orte und Stellen, die mit Funden noch heute davon berichten, das die Köhler sich hier angesiedelt haben. Die Autorin Gabriele Hennicke berichtet über die Familie Riesterer aus dem Münstertal, welche eine traditionsreiche Köhlerei mit viel Freude und dem alten Wissen weiterführt. Die Maske und das Häs der Köhlergeister finde ich unglaublich sympathisch und wenn ich meinen Belchen und den Ort darum anschaue, dann gibt das auch eine runde Sache. Ort, Mensch und Maske passen zusammen.  Ein ruhiges, gemütliche, verschmitztes Gesicht. Genauso, wie Neuenweg und unsere Umgebung und die Menschen hier sind.
Wer oder Was steckt hinter der Maskengruppe? Zur Idee, Geschichte und Hintergrund kann ich nicht viel erzählen, denn außer der Seite auf Facebook die nur von den Festen und aktuellen Veranstaltungen erzählt, gibt es keine schriftlichen Überlieferungen. Die Idee die dahintersteckt, so eine ehemaliges Mitglied, ist das man eine Maskengruppe gründen wollte, die zum Ort und der Umgebung passt. Das Häs (Kostüm) beschreibt sich folgendermaßen: Feste Stiefel mit hohem Schaft, wie die Köhler sie damals trugen, ein Kniebund-Cordhose und das Gewand ist tannengrün mit kleinen Glocken, Hölzchen und Zapfen als Behang. Die Maske aus Holz geschnitzt mit einem freundlichen, verschmitzen Gesicht des Köhlers und einer Pfeife im Mund. Der Maskenschnitzer, so wurde mit erzählt, stammt aus Elzach. Im Münstertal gibt es im Übrigen auch einen Schnitzer, der das Masken schnitzen noch beherrscht. Für mich ist das alles eine absolute Rarität und ein kleiner zu bewahrender Schatz, der in diesem Treiben umher wandelt. Seit ich 2010 in Neuenweg wohne, habe ich beobachten können, wie sich die alte „Buurefastnacht“ mehr und mehr der Beliebtheit erfreut. Wo auch könnte man diese denn schöner und origineller feiern, als bei uns im Ort mit dem verschneiten Belchen als Hintergrundkulisse?   Die Beobachtung des Volkskundler Werner Mezger, ein Freiburger Fasnachtsexperte, schrieb zu dem Thema jüngst in einer Studie über den erstaunlich Zuwachs an Maskengruppen und Hästrägern, der wohl damit einhergeht das unser digitales Zeitalter und die rasante Entwicklung mit dem Bedürfnis der Menschen nach festen Bräuchen und Bezügen in einer Zeit der Globalisierung und Anonymisierung extrem wichtig geworden sind. Das echte Erlebnis bekommt neben dem digitalen somit eine ganz neue Bedeutung.   Mein Resümee dazu, komm vorbei, schau es dir an, tanz mit durch die Straßen oder lass dich einfach mal mittreiben. Auch wenn es nichts für dich ist, es ist hier auf dem Land nicht inszeniert und nicht als Show erdacht. Es ist eben wie es ist. Wenn dich die Tiefen der Fastnachtsbräuche noch mehr interessieren,  dann habe ich hier ein paar schöne Quellen aufgespürt, in denen du noch viele Informationen zu der Geschichte und Entwicklung, den Zünften und den Traditionen findest : swr.de und schwarzwald-tourismus.

Für euch exklusiv das „Letzte Blatt“ aus der „Neuwägner Rätschgosche“

Das letschte Baltt ganz ohne Frage, do wenn mir eifach Dankschön sage. An alli die sich voll entfalte, und uns’ri Buurefasnacht mit erhalte. An alli, die sich wuchelanguff riebe, au die wo die Schnitzelbank johrelang schriebe. Alli wo helfe, um die sinn mir froh, und sage ganz eifach: NarriNarro

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