Schönster Berg im Südschwarzwald

Schönster Berg im Südschwarzwald

Ein Tag der Superlative

@ferienimschwarzwald startet vom Heimatort, dem schönsten Dorf im Südschwarzwald, auf den schönsten Berg im Südschwarzwald, an einem der schönsten Tage im Oktober.

Für uns ist es sozusagen ein jährliches Ritual, bevor der Winter einbricht, noch einmal mit den Kindern, Zoe (6) und Noah (4), auf unseren Lieblingsberg zu steigen. Gestern sollte es dann auch soweit sein. Bei bereits 22°C am späten Vormittag und gefühlt 4-stündigen Vesper packen, haben wir uns auf den Weg gemacht, unseren 4 km Anstieg auf den Belchen zu starten.

Sternentanz

Als erstes Highlight passierten wir die Sternenschanze, nachdem wir aufgehört haben die unzähligen Autos zu zählen, die über den Hau auf Parkplatz und Wiese parkten. Uns schwante Böses und wir registrierten, das wir heute mit richtig schön vielen Leuten unseren Bergsteig antreten würden.

Das haben wir dann erst einmal verkraften müssen und haben an der Sternschanze zur Beruhigung die Zacken der Sterne nachgezählt. Eine eindrucksvolle Beschreibung der Sternschanze findet man Übrigens auf der Gersbacher Jugendheim Website. Die Barocke Verteidigungsanlage, wie es so schön im Header der Wikipedia steht, ist wirklich beeindruckend und wenn man einmal die Wälle der fünf inneren und äußeren Zacken abgelaufen ist, wirkt es noch gigantischer, mal abgesehen von der exakten Form in der, der Stern da liegt. Ja so ist das mit den Sternen, manche glühen am Himmel und einer ist zu uns nach Neuenweg hinab geflogen.

Herbstrauschen

Der Belchen hat nicht nur auf uns und das Leben hier am Bergfuß eine magisch-beruhigende Wirkung muss ich feststellen. Egal wie vielen Menschen man unterwegs begegnet ist, es machte irgendwie den Anschein als wäre jeder entspannt auf seinem eigenen Weg zum Belchen hinauf.

Wir haben uns zum Anstieg einen Weg ausgesucht, der uns übers Schöneberger Eck zum Belchenhotel Jägerstüble führt. Schließlich wollten wir den Kindern die Freude auf die Gondelfahrt nicht verderben.

Nachdem wir kräftig das Laub aufgewirbelt haben, sind wir pünktlich zum Mittagstisch angekommen und haben uns von der lobenswerten Küche der jungen Köche, mit Wildschweinbraten und zwei Tellern Spätzle, verwöhnen lassen. Herrlich, das Schlagwort trifft es hier: „Bodenständig meets Gourmetküche“. Mit vollen Bäuchen haben wir uns dann gemütlich nach oben schaukeln lassen.

Das Tragen sollte sich lohnen…

Oben angekommen hat uns Jochen hinter einem schönen Felsen ein ruhiges und heimeliges Plätzchen gezeigt, das wir Vier zusammen mit Zoe’s 20 Schleich Pferden in der Sonne genießen konnten. Irgendwie sollte es sich schließlich lohnen, das wir bei der Hitze neben unseren Rucksäcken noch zwei prall gefüllte Kinderrucksäcke geschleppt haben. Zeitvergessen saßen wir gefühlt Stunden auf unserem Felsvorsprung. Tatsächlich war es nur eine Halbe. Aber es hat sich gelohnt, die Pferde wurden gefüttert und durften auf den Felsen thronen und wir konnten einfach nur den Blick auf Neuenweg und die Sonne genießen. Schön wenn man so erhaben auf sein Häuschen blicken darf. Irgendwie ist es ein bisschen wie Urlaub bei sich selbst machen.

Kein Gemecker

Der Abstieg zurück ins Tal ist natürlich doppelt so abenteuerlich. Verschlungene Wurzelpfade, hervorragende und herausragende Felsen, wie der Hohkelch und unsere schönen Hochviehweiden bestechen das Auge und sorgen für belustigendes Gemecker auf dem Heimweg.

Über „Österreich“ zurück nach Neuenweg

Nachdem wir noch einmal den alten Grenzstein zwischen Vorderösterreich und Altbaden umrundet haben, waren wir auch schon zurück am Hauparkplatz und haben eifrig Pläne für unser Abendessen geschmiedet.

In Nadine’s Hüsli sollte es heute Abend abschließend zum wohl schönsten Wochenende in den letzten Wochen, noch einmal mein Lieblingsgericht geben: Rigatoni mit frischen Steinpilzen, zubereitet, bodenständig und gourmetgleich, von Jochen mit Trauben in Estragonschaum.

Steinpilze aus Neuenweg und Rezept gibt es gerne auf Nachfrage bei uns @ferienimschwarzwald.

Wer sich noch einmal einen Überblick über unsere Runde, Aussichtspunkte und den gesamten Rundweg machen möchte, findet auf dem Flyer zum Naturschutzgebiet Belchengipfel einen tolle Karte zum nachlesen.

Bisch zwäg, Nadine?

Bisch zwäg, Nadine?

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Vor etwa 11 Jahren bekam ich genau diese Frage gestellt. Ich war 29 Jahre alt, mit meinem Freund Jochen (heutiger Ehemann) mit dem Skiclub Neuenweg nach Ischgl unterwegs und gerade im Begriff in den Bus einzusteigen, als mir unser Busfahrer die Frage stellte, „Bisch zwäg, Nadine?“

Völlig ratlos, hab ich nach rechts und links geschaut und den Fahrer mir großen Augen auf feinstem Hochdeutsch zurückgefragt: „Oh, Entschuldigung, wolltest du gerade hier durch?“ – Naja, eine meiner ersten Pannen von Vielen hier im Schwarzwald. Jedenfalls erntete ich erst einmal prustendes Lachen und ’ne nette Erklärung von Jochen dazu, das ich eigentlich gerade gefragt wurde, ob es mir gut geht.

Okay, Schwamm drüber, hab ich mir dazu gedacht und mich mit roten Ohren auf meinen Platz gesetzt. Es kann ja nur besser werden. In diesem Fall habe ich mich getäuscht, denn diese Skiausfahrt war die erste in meinem Leben, wohlgemerkt mit 29 Jahren und ich konnte bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich mit dem Begriff Aprés Ski etwas anfangen.

Als zukünftige Schwarzwälderin war das aber gar ausgeschlossen. Scheinbar gehört das Skifahren hier zum Überleben. Es ging aber Gott sei Dank alles gut und nachdem ich meine Ohren nach meinen ersten Schwüngen ordenltich im Schnee abgekühlt hatte, gings vorwärts.


Heute schmunzel ich dazu…

Noch heute erinnere ich mich gerne mit einem Schmunzeln an diesen ersten Ausflug. Ja, und ich kann es jedem nachempfinden der hier auf das Land kommt und der ein oder anderen grummeligen Gestalt über den Weg läuft und etwas verschrickt.

Aber genau das ist für mich mein Gegenpol. In der grummeligen Natur versteckt sich nicht selten ein warmes Herz, neugierig, witzig und verständnisvoll „luegt“ es unter den buschigen Augenbrauen hervor. Es kommt mir eher so vor wie ein Schutz. Vor was? Vorm Fremden, der eindringt und Bestiz ergreifen will? Vielleicht.

Recht ist es so. Der Schwarzwald ist schützenswert. Einzigartig in seiner Lage und seiner Vielfalt, ist er nicht nut höchstes und größtes zusammenhängendes Mittelgebirge Deutschlands mit einer Waldfläche von 1.371.886 ha (Anteil Landesfläche 38,4 %), auch der Tourismus verzeichnete bereits vor 10 Jahren 34,8 Millionen Übernachtungen.


Ich habe heute das Glück und die Ehre in einem kleinen Ort, am Fuße des Belchen zu leben. Einem Ort der 2001  im Bundeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden mit der Goldmedaille ausgezichnet wurde. Ich wollte hier keinen Tag missen und mit diesem Blog möchte ich euch in der Ferne meine Augen schenken, durch die ich manchmal mit Fluch und Segen auf das Landleben blicke.

Ich dachte mir so, das wäre doch genau der richtige Einstieg, um nun endlich mit euch anzufangen, über den Schwarzwald zu „schwätze“. Ich freue mich über Anregungen, Kommentare und vielleicht etwas wozu ihr gerne etwas wissen möchtet.

Eure Nadine – Nadine’s Hüsli

Ausblick nächster Beitrag

Ganz im Sinne von Bruno Epple, erzähle ich euch von „Doo woni wohn“ – Mein Lesetipp für Zungenbrecher!!!!

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#gerwomany

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Gestalte selbst mit – Geh wählen

 

Schwarzwald-Politik

Ja, ich weiß, in meinem Blog sollte sich eigentlich alles rund um das Leben im Schwarzwald drehen. In diesem Beitrag verzichte ich auf den #schwarzwald und gehe etwas mehr auf das #leben ein. Was, das mit der Bundestagswahl 2017 zu tun hat? Für mich viel. Denn ich bin eine Frau, habe Familie mit zwei kleinen Kindern, lebe auf dem Land – im Schwarzwald – und stehe dazu berufstätig und aktiv zu sein.

Landfrau oder Business-Frau?

An dieser Stelle, würde mich mal interessieren, wie es anderen berufstätigen „Landfrauen“ geht. Weil irgendwie bist du entweder Landfrau oder berufstätig. Beides nimmt dir kein Mensch so richtig ab. Ich habe in den letzten 25 Jahren ab Beginn meiner Bildungskarriere nun schon einige interessante Erfahrungen mit Landes- und Bundespolitik gemacht und somit von kompletter Frustration, bis hin zur Resignation alle Phasen durchlebt.

Heute, vielleicht auch als Mutter zweier Kinder, sehe ich das etwas anders. Weder Resignation noch Frustration bringt etwas, weder mir noch Anderen. Es ist auch nicht nur einfach cool wählen zu gehen und auch nicht, weil es gerade mal jemand Angesagtes aus der deutschen Promiszene tut. Es geht um mehr: um dich, deine Zukunft und die deiner Kinder!

Vielleicht mag es mir für mein „Morgen“ noch nichts bringen, aber ich habe eine kleine Tochter, die gerade am Freitag in die Schule gekommen ist und für die lohnt es sich etwas zu tun. Richtig toll fand ich nämlich, das im Kleinen Wiesental, der Naturparkschule in Tegernau, seit diesem Schuljahr zwei Lehrerinnen für die 1. Klasse eingestellt wurden, in Form eines Job-Sharing Modells zu jeweils 50%. Beides Mütter zweier Kinder. Ein Vorbildmodell? Ja, das finde ich schon. Denn wenn ich mich da, in meiner Jobwelt umschaue, ist das bislang undenkbar in anspruchsvollen Positionen und in solchen Modellen zu arbeiten. Eine anspruchsvolle Stelle bekommst du entweder mit 120% oder gar nicht.

Vor zwei Wochen habe ich dann – ich gebe zu, auch etwas neidisch – den Bericht unserer ehemaligen Familienministerin Chrisitna Schröder in der GALA gelesen. Eine wahre Lobeshymne über Organisation, Familie und Beruf einer entzückenden jungen Frau die während Ihrer Amtsperiode ein Kind zur Welt brachte. Herrlich, oder? Ein tolles Beispiel einer Frau, die alle Möglichkeiten an Kinderbetreuung ausschöpfen kann um 100% und mehr zu arbeiten, hat da leicht reden.

Diese beiden Beispiele, sind für mich rückblickend und vorausschauend Auslöser die Kampagne aufzugreifen: Gestalte selbst mit – Geh wählen! Wenn du es nicht tust, überlässt du es den anderen!

Wir haben was zu sagen…?

Für mich geht es dabei überhaupt nicht um das bloße Wahlrecht der Frau, das sich einst unsere Mütter hart erkämpft haben, oder um den Quotenjägern einen Gefallen zu tun, die Wahlbeteiligung zu steigern. So klingt es nämlich für mich ein wenig bei den Initiatoren der Kampagne. Das Herz der Kampagne und in dem Aufruf das Frau zur Wahl gehen soll, liegt für mich persönlich vor dem Hintergrund der steigenden weiblichen Population in Deutschland und der deutlich höheren Lebenserwartung. Es wäre also rein rechnerisch möglich, das Frau damit das entscheidende Kreuz für unsere zukünftige Landespolitik machen kann. Heißt im Klartext, das die Politik, bei höherer Wahlbeteiligung der Frauen sich dahingehend attraktiv gestalten könnte – und damit meine ich auch die Politik, entzückender junger, weiblicher Politikerinnen – die zukünftig echte Politik für echte Frauen machen müssten. Denn egal, was wir im Moment tun, ob berufstätig, als Angestellte, oder als versucht Selbstständige, die Quote der Fälle, die es weder noch auf einen grünen Zweig als berufstätige Mutter schaffen, ist meines Erachtens immer noch zu hoch. Dagegen muss etwas getan werden.

Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle bedanken für die tolle Initiative und kritische gesellschaftliche Betrachtung der Medien, insbesondere des Burda Verlages, der diese Kampagne ins Leben gerufen hat (Unternehmenssitz ist übrigens unter anderem Offenburg, im #Schwarzwald…). Es macht wieder Lust mit-zu-streiten und vielleicht lohnt es sich gerade heute wieder, sich mit-zu-ärgern und sich aktiv mit uns und unserer Zukunft und die unserer Kinder auseinanderzusetzen.

#freigestalt

 

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